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Konzerte und Pressestimmen
 
5. Februar 2017 - St. Martin Ettlingen
„Wie der Hirsch schreit...“

Amtsblatt 9. Februar 2017

 
FULMINANTES JUBILÄUMSKONZERT

Überzeugende Leistung vermittelte der Singkreis Ettlingen e.V. und der Kirchenchor Sankt Martin Ettlingen am Sonntag, 5. Februar in der Sankt Martinskirche. Auf Initiative des Kirchenchores Sankt Martin beschloss man zum 60-jährigen Bestehen des Singkreises und zum 1700-jährigen Geburtsjubiläum des Kirchenpatrons Sankt Martin ein gemeinsames, festliches Kirchenkonzert zur Aufführung zu bringen. Frank Bechert, Chorleiter des Kirchenchores Sankt Martin hat für dieses Fest die "Cäcilienmesse" von Charles Gounod und die Kantate “Psalm 42” von Felix Mendelssohn Bartholdy ausgewählt. Viele intensive, gemeinsame Proben und Probenwochenende, unter der Leitung von Herrn Bechert, schweissten die Sängerinnen und Sänger zusammen. So konnte ein hochkarätig besetztes Chor- und Orchesterkonzert in Sankt Martin zur Aufführung kommen. Mit Unterstützung des Orchesters‚ "camerata 2000“ und den Solisten Raphaela Stürmer (Sopran), Shichao Cheng (Tenor) Florian Kontschak (Bass) und dem Zusammenwirken mit der Orgel, gespielt von Stefan Fritz, wurde eine beeindruckende Darbietung geboten. In der Kantate Psalm 42 überzeugten die Solisten vielfältig. Unterstützung erhielten sie im Quintett von den Choristen Ralf Keser und Norbert Eisele.
Der Schlusschor mit seiner Fuge geriet zu einem wahren Freudenchor. Als Zugabe erklang der Choral “Nun danket alle Gott" in der Vertonung von John Rutter. Diese eindrucksvolle Meisterleistung war auch dem hervorragend musizierenden Orchester zu verdanken, das vor allem junge Zuhörer zu wahren Beifallstürmen begeistern liessen. Dirigent Frank Bechert, der die Gesamtleitung dieses Konzertes führte, war über den guten Besuch hoch erfreut und nahm strahlend die stehenden Ovationen entgegen.
 
 
 
5. Februar 2017 - St. Martin Ettlingen
„Wie der Hirsch schreit...“

BNN 7. Februar 2017

Überzeugende Leistung

Singkneis Ettlingen führt Cäcilienmesse in St. Martin auf / Stehende Ovationen

Um 317 nach Christus erblickte in Savaria, einer Stadt in der damaligen römischen Provinz Pannonien, im heutigen Ungarn gelegen, Martin von Tours das Licht der Welt. Der Sohn eines römischen Militärtribuns kehrte dem Militärdienst bald den Rücken, ließ sich taufen und widmete sich einem geistlichen Leben, das ihn ins Frankenreich führte. Als asketischer Mönch hoch verehrt, wurde er schließlich zum Bischof von Tours geweiht. 397 starb er hochbetagt. Die älteste Kirche in Ettlingen, St. Martin, trägt seinen Namen.

Sein 1700-jähriges Geburtsjubiläum und das 60-jährige Bestehen der Chorvereingung Singkreis Ettlingen waren Anlass zu einem hochkarätig besetzten Chor- und Orchesterkonzert an St. Martin: Der Singkreis im Verein mit dem Kirchenchor an St. Martin bot, mit Unterstützung des Orchesters Camerata 2000 unter der engagierten Leitung von Frank Bechert die „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod und die Kantate „Der 43. Psalm“ von Felix Mendelssohn Bartholdy dar. Solisten waren die kurzfristig für die Sopranistin Lydia Eller eingesprungene Raphaela Stürmer (Sopran), Shichao Cheng (Tenor) und Florian Kontschak (Bass).

Gounods ,.Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile“, 1855 entstanden, ist der Schutzpatronin der Kirchenmusik, der heiligen Cäcilia, gewidmet. Die gewaltigen Steigerungen, die Chor und Orchester, im Zusammenwirken mit der Orgel (Stefan Fritz) und den Solisten entboten, etwa im „Kyrie" oder im "Credo“ beeindruckten wie auch die überzeugend ausgeführten Tenor- und Basspartien. Mit einem wie ein Gebet anmutenden „Benedictus“ des Soprans und einem wunderbar melodischen, ruhig ausklingenden „Agnus dei" vollendete sich eine eindrucksvolle Meisterleistung, die ganz wesentlich auch dem hervorragend musizierenden Orchester zu verdanken war. „Der 42. Psalm" ist wohl Mendelssohns gelungenste Kirchenkomposition, die er überwiegend auf seiner Hochzeitsreise 1837 schuf, die durch das Elsass und den Schwarzwald führte; Teile daraus entstanden in Freiburg. Der Text („Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“) vermittelt sich durch die Übersetzung Martin Luthers aus dem Alten Testament - eine feine Beziehung auf das angebrochene Reformationsjahr. In dieser Kantate vermochte Raphaela Stürmer vielfältig zu überzeugen, mit kraftvollen Passagen in den Arien - z. B. in dem oboebegleiteten „Meine Seele dürstet nach Gott“ und mit sehr klarer Diktion in den Rezitativen, im Quintett von ihren beiden Solistenkollegen und den beiden Choristen Ralf Keser und Norbert Eisele sonor unterstützt, und der Schlusschor mit seiner Fuge geriet zu einem wahren Freudenchor. Als Zugabe erklang der Choral „Nun danket alle Gott“ in der Vertonung John Rutters, mit blitzendern Blech und zum Mitsingen. Stehende Ovationen. Claus-Dieter Hanauer
 
 
 
25. April 2015 - Kasino am Dickhäuterplatz Ettlingen
„Es tönen die Lieder...“

BNN 28. April 2015

Ausdrucksvoller Gesang

Frühjahrskonzert des Singkreises Ettlingen gut besucht

Mit einem zur Jahreszeit passenden Programm unter dem treffenden Motto "Es tönen die Lieder" präsentierte der gut 30-köpfige gemischte Chor des Singkreises Ettlingen unter der Leitung von Ann-Kathrin Burkhardt im gut besuchten Saal des Kasinos am Dickhäuterplatz sein Frühjahrskonzert, das diesmal einen Programmschwerpunkt auf Gesängen von Johannes Brahms und Antonin Dvorák hatte.
Nach dem eröffnenden Kanon "Es tönen die Lieder", der jedem Zuhörer sicherlich aus Kindheit und Schulzeit bekannt sein dürfte, und dem ebenfalls bekannten "Wer will mir wehrwn zu singen" von Fanny Mendelssohn-Bartholdy, waren von Brahms, dessen umfängliches Oeuvre für Chor bis heute mit Recht sehr geschätzt wird, insgesamt vier Lieder zu hören. Wenn in "Bei nächtlicher Weil" die Sängerinnen und Sänger auch etwas mehr Spannung in ihre Phrasierung hätten legen können, gerieten die drei anderen Lieder durch ihre ausdrucksvolle wie auch heiter-vergnügliche Singweise durchaus ansprechend.
Gleich acht verschiedene Gesänge wurden von Dvorák geboten, dessen böhmische Wurzeln und damit seine musikantische Ader ihn für die Komposition etlicher eingängiger Chorwerke prädestinierten. Neben dem freundlich und optimistisch gesungenen "Birke am grünen Bergeshang" waren vor allem die von Leos Janacek bearbeiteten "Sechs Klänge aus Mähren" interessant. In diesen meist kurzen Liedern entfaltete der Chor nachvollziehbar und anrührend eine Vielzahl menschlicher Stimmungen und Empfindungen.
Hier und auch in drei Gesängen von Robert Schuhmann - darunter dem bekannten, stimmungsvoll gesungenen "Zigeunerleben" - wurde der meist gut verständliche und sauber intonierende Chor von Arabella Paré aufmerksam am Klavier begleitet. Die unter anderem an der Karlsruher Musikhochschule ausgebildete Pianistin bereicherte zudem den Schuhmann-Liederreigen durch insgesamt sechs der acht "Fantasiestücke" op. 12 für Klavier solo. Konnte sie etwa in "Traumes Wirren" mit präziser Virtuosität beindrucken, gefiel in der "Fabel" ihr erzählendes und zugleich abwechslungsreiches Spiel, wohingegen sie dem Schlussstück "Ende vom Lied" die notwendige Energiegeladenheit verlieh.
Das Publikum zeigte sich am Konzertende angetan und applaudierte herzlich.  -hd.
 
 
 
25. Mai 2014 - Johanneskirche Ettlingen
„Jauchzet dem Herrn...“

BNN 27. Mai 2014

Gemeinschaftskonzert von Singkreis Ettlingen und Kammerorchester Weiherfeld

"Jauchzet dem Herrn" war Motto des Konzertes mit Werken von Pachelbel und Händel in der Johannes-Kirche. Der Ettlinger Singkreis, dirigiert von Ann-Kathrin Burkhardt, wurde unterstützt vom Kammerorchester Weiherfeld unter Leitung von Gertrud Menzel. Mit exzellenten jungen Solisten besetzt war das Ensemble: Natascha Schnur war Preisträgerin beim Wettbewerb des Freundeskreises der Karlsruher Musikhochschule; Felicitas Brunke, Stipendiatin des Richard-Wagner Verbandes, warPreisträgerin beim Hochschulwettbewerb; Christopher Fische und Christoph Adolph sind Preisträger bei "Jugend musiziert" und studieren noch in Karlsruhe.
Mit der Psalm-Vertonung "Jauchzet dem Herrn" des Barockmeisters Johann Pachelbel wurde das Programm festlich eingeleitet. Pachelbel war Hoforganist in Eisenach und Stadtorganist in Gotha. Er war Orgellehrer von Johann Christoph, dem Bruder von Johann Sebastian Bach. Mit kunstvollen Koloraturen war das Wort "Frohlocken" ausgeschmückt und die Stelle "seine Wahrheit für und für" war in der Art eines Fugato durchkomponiert. Die stimmlich gut geschulten Sängerinnen und Sänger des Chores wurden der anspruchsvollen Musik gerecht. Die Balance zwischen Orchester und Chor stimmte, angenehm der Gesamtklang der Kirchenakustik.
Pachelbels "Missa in C" begann mit der Chorfuge "Kyrie eleison". Mit ausdrucksvoller Stimme leitete der Tenor Christopher Fischer den Teil "adoramus te" ein. Die schön klingende Sopran-Stimme von Natascha Schnur erklang beim "Domine Deus". Mit Hingabe zelebrierte Bassist Christian Adolph die Melodie zu "Benedictus". Felicitas Brunke ergänzte mit ihrer warmen Altstimme das Ensemble.
Bei Händels Orgelkonzert in F-Dur erfreute der Ettlinger Kantor Bruno Hamm durch sein lebendiges Orgelspiel. Ausdrucksvoll gestaltete er den Mittelsatz im langsamen Dreiertakt. Virtuos meisterte er die schnellen Passagen im Finale. Ausgezeichnet war die Begleitung durch das Kammerorchester Weiherfeld, das von Gertrud Menzel hervorragend vorbereitet wurde. Bei dem freudigen Werk "Jauchzet dem Herrn alle Welt" von Pachelbel traten nochmals alle Sänger und Instrumentalisten nach vorne. Es gab reichlich Beifall. la
 
 
 

29. September 2013 - Asamsaal Ettlingen
„Wer will mir wehren zu singen...“

BNN 1. Oktober 2013

Die Seiten des Herbstes
Abwechslungsreiches Programm beim Singkreis

Sehr gelungener Abend im Schloss

Mit einem schönen und abwechslungsreichen Programm mit textlichem Bezug zur Jahreszeit präsentierte sich der Chor des Singkreises Ettlingen bei seinem Herbstkonzert im Asamsaal des Ettlinger Schlosses. Unter Leitung von Ann-Kathrin Burkhardt, Absolventin der Musikhochschule Karlsruhe, eröffneten die gut 50 Sängerinnen und Sänger mit Fanny Hensels "Wer will mir wehren zu singen" in schwungvollem  und heiterem Ton den Abend; eine schöne Entfaltung der melodischen Linien gelang im folgenden "Abschied vom Walde", komponiert von Fanny Hensels Bruder Felix Mendelssohn-Bartholdy - heute geradezu ein Klassiker unter den deutschen Volksliedern.
Nach zwei Gesängen von Fanny Hensel bot die junge Pianistin Arabella Pare, die derzeit an der Musikhochschule Karlsruhe studiert, mit Tschaikowskys "Oktober" aus dessen Jahreszeiten-Zyklus ein Stück in nachdenklich-melancholischem Gestus und beleuchtete so die "andere" Seite des Herbstes. Nach dem "Waldesgruß" von Joseph Gabriel Rheinberger, vom Chor ebenfalls klangschön dargeboten, steuerte Arabella Pare mit der Sarabande aus Bachs dritter Englischer Suite und einem behände, leicht dahinfließend gestalteten Eröffnungssatz aus Schumanns zweiter Klaviersonate g-Moll zwei weitere Intermezzi am Klavier bei.
Sehr interessant und reizvoll waren im Anschluss einige Lieder aus Skandinavien; neben "Draußen, da wachsen blaue Beeren am Rain" des Schweden Hugo Alfven gefielen besonders John Hoybyes "Ich ging hinaus an einem Sommertag" und Edvard Griegs christlich inspiriertes "Wie schön du doch bist"; den sauber und ausgewogen intonierenden Chor ergänzten hier die beiden Gesangssolisten Natascha Schnur (Sopran) und Christian Adolph (Bariton) und trugen so zum besonderen Klangreiz und -bild dieser Gesänge bei.
Eine schöne thematische Klammer mit Franz Liszts virtuoser 15. Ungarischer Rhapsodie (dem "Rakoczi-Marsch") mit Arabella Pare einerseits und Schumanns schwungvollem und zugleich dramatischem Lied "Zigeunerleben" andererseits, nun gemeinsam von Chor und Arabella Pare als Klavierbegleiterein vorgetragen, rundete den sehr gelungenen Abend stimmig ab. (Daniel Hennigs)
 
Plakat zum Konzert vom 29.09.2013
 
 
 

22. Juli 2012 - Pavvilion im Horbachpark Ettlingen
„Ein Sommerabend am See“

Amtsblatt 2. August 2012

Freiluftkonzert vom Wetter begünstigt

Der Singkreis gab sein Jahreskonzert im Pavillon des Ettlinger Horbachparks. Ihre Freude über das günstige Wetter bekundete Gabriele Rutschmann, die Vorsitzende des Singkreises Ettlingen, beim Freiluftkonzert im Pavillon des Horbachparks. Das musikalische Ereignis stand unter der Überschrift "Ein Sommerabend am See" und fand unter der Leitung der neuen Dirigentin Ann-Kathrin Burkhardt statt. Der Chor wurde professionell unterstützt von der Sopranistin Anne Günther und von dem Pianisten Fabian Huissel von der Karlsruher Musikhochschule.
Mit dem frühbarocken Chorlied "Ihr Musici frisch auf" von Hans Leo Hassler wurde das Programm eingeleitet. Es war eine Aufforderung zum fröhlichen Singen. "Wer nicht singt, soll auch nicht mittrinken", lautete die Botschaft der beschwingten Musik. Sie wurde "a cappella" präsentiert, also ohne Instrumental-Begleitung, wobei dem Chor die saubere Intonation der anspruchsvollen Koloraturen bestens gelang. Die gut geschulten Stimmen ergänzten sich zu einem angenehmen Gesamtklang. Nach dem sehr schön dargebotenen Chorlied "V’amo die core" von Mozart folgte der "Sommerpsalm" des wenig bekannten schwedischen Komponisten Gustav Waldemar Ahlén. "Oh guter Gott, im Sommer willst Du gnadenreich uns Deine Größe zeigen", heißt es in dem stimmungsvollen Lied. "Ein Sommertag" lautete der Titel eines Werkes von Antoni´n Dvorák. Es war erfrischende Musik voller Vitalität.
Mit solistischen Sopran-Einlagen erfreute die noch junge Sängerin AnneGünther das Publikum. Mit Hingabe zelebrierte sie die Opern-Arie "V’adoro pupille" des Barockmeisters Georg Friedrich Händel. Mit makelloser Reinheit realisierte sie die Höhen. Temperamentvoll interpretierte sie das romantische Lied "Meine Liebe ist grün" von Brahms. Es folgten zwei spanische Lieder, nämlich "Vuelo, Sospiro" und "El Capotin". Viel Applaus gab es nach ihrer überzeugenden Darbietung des Walzers "Il Bacio" (Kusswalzer) von Luigi Arditi, einfühlsam am E-Piano begleitet von Fabian Huissel. Unter der sicheren Führung von Ann-Kathrin Burkhardt interpretierte der Chor überzeugend die "Waldesandacht" von Brahms.
Am Ende des niveauvollen Konzertes konnte man den Wechsel zwischen Sologesang und Chor bei dem Lied "Es stunden drei Rosen" von Brahms erleben. Die Vorsitzende Gabriele Rutschmann überreichte den Solisten Blumen. Es gab reichlich Beifall.
 
 
 
 

10. Juli 2011 - Stadthalle Ettlingen
„Der Rose Pilgerfahrt“

BNN 12. Juli 2011

Eine Rosenblüte im Mittelpunkt

Das musikalische Märchen "Der Rose Pilgerfahrt" nach einer Dichtung von Moritz Horn, vertont von Robert Schumann, wurde am Sonntag in der Stadthalle aufgeführt. Unter der Gesamtleitung von Thomas Seyboldt präsentierte sich der Ettlinger "Singkreis". Bestens besetzt war das Solistenensemble mit Constanze Kirsch, Sarah Hudarew, Joana Gall, Dennis Marr, Raphael Müller und Matthias Schadow. Helga Seyboldt leitete das "Vokalensemble 11", und Fabian Gehring, Preisträger mehrerer Musikwettbewerbe, wirkte als Klavierbegleiter mit.

Eine Rosenblüte, die lieben und geliebt werden will, steht im Mittelpunkt des romantischen Werkes. Elfen schicken sie als Mädchen "Rose" ins Menschenreich. Auf ihrer Wanderung muss sie erfahren, dass auch tiefes Leid zum Leben gehört. Sie lernt den Sohn des Försters kennen, und beide heiraten in der Mühle. Ein Jahr später bringt sie ein Kind zur Welt. Danach beschließt sie, ihre "Pilgerfahrt auf Erden" zu beenden. Dann wird sie von einem Engelschor in den Himmel geleitet. "Die Frühlingslüfte bringen den Liebesgruß der Welt", sang der Chor mit Einfühlung. Die bestens geschulten Stimmen ergänzten sich in der guten Akustik der Stadthalle zu einem überaus angenehmen Gesamtklang. Die dynamische Balance stimmte. Mit schöner, in allen Lagen gut klingender Stimme, präsentierte der Tenor Dennis Marr das Solo "Johannis war gekommen". Souverän realisierte Thomas Seyboldt den mit technischen Schwierigkeiten  gespickten Klavierpart. Mit Ausdruck intonierte Joana Gall das Alt-Solo "Was ist auf jener Wiese für zauberischer Sang". Schwungvoll sang danach der Chor der Elfen unter der sicheren Führung der Chorleiterin Helga Seyboldt "Wir tanzen in lieblicher Nacht". Mit heller Stimme und brillianten Höhen präsentierte sich die Sopranistin Constanze Kirsch in der Hauptrolle als Rose. Mit Hingabe zelebrierte sie das stimmungsvolle Solo "Frühling ist nun wieder kommen". Der Bassist Matthias Schadow intonierte in der Rolle des Totengräbers mit großer und dunkler Stimme überzeugend das Solo "O glücklich, dreimal glücklich ist, wer dich als seine Tochter küsst". Temperamentvoll interpretierte der Bariton Raphael Müller den Abschnitt "Wer kommt am Sonntagmorgen". Mit ausdrucksvoller Stimme gestaltete Sarah Hudarew das Solo "Die Kirchenglocken klingen, und vor des Heilands Bild". Mit fein differenziertem Anschlag realisierte der Pianist Fabian Gehring das feingliedrige Nachspiel bei der Stelle "Ruh' sanft!" auf dem schön klingenden Steinway-Flügel.

Mit der Sopran-Arie "Nimm hin mein Glück, du kleines Herz", leitete Constanze Kirsch in das Märchen-Ende über, wonach das große Werk im mystischen C-Dur mit dem Chor der Engel ausklang. "Zu deinen Blumen nicht, zu uns, zu hö'rem Licht" sangen sie mit Hingabe, untermalt von feinen Tremoli des Klaviers. (Lothar Arnold)

 
 
 
 

31. Oktober 2010 - Stadthalle Ettlingen
„singen cantare chanter - und hinterher? Cafe!“

BNN 03. November 2010

Singkreis und Solisten gefielen

Vollbesetzt war die Stadthalle am Sonntag beim Chorkonzert des Gesangvereins „Singkreis“, das einen „musikalischen Streifzug durch Europa“ mit Liedern verschiedener Nationalitäten zum Thema hatte. Um die Nachmittagszeit war die von Thomas Seyboldt geleitete Veranstaltung, bei der die Zuhörer danach zum Kaffee und Kuchen eingeladen wurden, was mit dem mehrsprachigen Motto „singen cantare chanter – und hinterher Café“ angekündigt wurde. Professionell unterstützt wurde der Singkreis durch hochkarätige Solisten der Karlsruher Musikhochschule, nämlich Jan Kuschel (Tenor), Sarah Hudarew (Mezzosopran) und Richard Polle (Violine). Am Klavier begleitete Christiane Arzet.

Mit einem russischen Hochzeitslied begrüßten die Sänger das große Publikum. Danach kündigte der Chorleiter Thomas Seyboldt, der fundiert und kurzweilig moderierte, das Lied „Uti var hage“ des schwedischen Nationalkomponisten Hugo Alvén an, das von den Chor-Sängern mit großer Freude dargeboten wurde. Reizvolle Echoeffekte gab es bei dem italienischen „O la! O che bon ecco“ des Renaissance-Meisters Orlando di Lasso. Die norwegische Melodie des Liedes „Mens jeg venter“, das von Möwen, Enten und vor allem von Liebe handelt, intonierte mit viel Gefühl der Geiger Richard Polle. Von Brahms erklang danach das Chorlied „Erlaube mir feins Mädchen“. Es war beeindruckend, wie locker die stimmlich gut geschulten Amateursänger dieses anspruchsvolle Werk bewältigten. Auch ohne instrumentale Unterstützung gelang die Intonation problemlos.

Bei dem Lied „Verstohlen geht der Mond auf“ zelebrierte mit großer, angenehm klingender Stimme, der Tenor Jan Kuschel das Solo im Wechsel mit dem Chor, einfühlsam am Flügel begleitet von Christiane Arzet. Ausgewogen war der Gesamtklang, und die dynamische Balance stimmte. Von dem „Mädchen mit schneeweißen Füßen“, das sich in einen Dummkopf verliebte, handelte das humorvolle Lied „The Ash Grove“ aus Wales, exzellent gesungen von Jan Kuschel. Bei Beethovens Lied „Wie gleitet schnell das leichte Boot“ kam noch ein stimmungsvolles Violin-Solo dazu.

Ihre Gesangstechnik stellte die Sängerin Sarah Hudarew mit makellos interpretierten Liedern des spanischen Komponisten Manuel de Falla unter Beweis. Der virtuose Höhepunkt war der bekannte „Csárdás“ von Monti, meisterhaft auf der Geige dargeboten von Richard Polle, und am Klavier begleitet von Thomas Seyboldt. Das Publikum reagierte mit Bravorufen. Nach dem Chorlied „Zigeunerleben“ von Robert Schumann klang das niveauvolle Konzert schwungvoll mit einem heiteren „Zottelmarsch“ aus Österreich aus. Bei dem Kanon „C-a-f-f-e-e“ wurden die Konzertbesucher mit einbezogen, die mit Freude mitsangen. LA

 
 
 
 

18. Januar 2009 - Asamsaal Ettlingen
Johannes Brahms – „Liebesliederwalzer“ op.52 und op.65

Amtsblatt 29. Januar 2009

Gelungenes Konzert des Singkreises im Asamsaal

Zu einem Höhepunkt wurde das glanzvolle BRAHMS-Konzert des Singkreises Ettlingen am 18. Januar unter der Leitung seines Dirigenten Thomas Seyboldt im vollbesetzten Asamsaal. Die Zuhörer erlebten einen stimmigen Konzertabend, getragen vom engagierten und sehr kultiviert singenden Chor. Zur Aufführung kamen die Liebesliederwalzer op.52 und op.65 begleitet am Klavier zu vier Händen von Katharina Nold und Rolf Minter. Im Solisten-Quartett sangen: Angelika Lenter – Sopran, Sarah Hudarew – Mezzosopran, Jan Kuschel – Tenor und Raphael Müller – Bass.
BRAHMS hat die Texte von Georg Friedrich Daumer (1800 – 1875) höchst ausdrucksvoll in Musik gesetzt. Schon im ersten Stück „Rede Mädchen, allzu liebes“ vermittelte sich den Zuhörern die Singfreude des Chores, gepaart mit einer sehr differenzierten Textausdeutung. Lebendiger Klang und eine dynamische Bandbreite zeichneten auch die übrigen Liebeslieder op.52 aus. Der Singkreis gestaltete sehr flexibel vom zarten Murmeln des Bächleins („O, wie sanft“) über wienerischen Charme („Am Donaustrande“), süßen Nachtigallenklang („Nachtigall, sie singt so schön“) bis zum volltönenden und sehr kraftvoll gebotenen „Nein, es ist nicht auszukommen mit den Leuten“.
Neben einem Tenorsolo „Nicht wandle mein Licht“ fanden sich solistisch besetzte Duette für Tenor und Bass und für Sopran und Alt. Katharina Nold und Rolf Minter bestachen als Begleiter des Chores am Flügel mit klangvollem und präzisem Spiel. Eine ausgewogene Balance und geschmackvolle Vor- und Nachspiele in vielfarbiger Charakterzeichnung bildeten die ideale Grundlage für den ausgefeilten Chorgesang. Die drei Quartette „O, schöne Nacht“, „Wechsellied zum Tanze“ und „Warum?“ nach Gedichten von Daumer und Goethe wurden vor der Pause von den Solisten mit homogenem Ensembleklang und schelmischer Spielfreude blitzsauber intoniert. Über dem inspirierenden Klavierspiel von Thomas Seyboldt, der dem Flügel reiche Farben und romantischen Klangzauber entlockte, entfalteten sich Angelika Lenters leuchtender Sopran, Sarah Hudarews strahlender Mezzo, Jan Kuschels tenoraler Schmelz und Raphael Müllers weicher Bass-Bariton zu einem betörenden BRAHMS-Klang.
Nach der Pause folgten die „Neuen Liebesliederwalzer“ op.65, wieder mit vierhändiger Klavierbegleitung und wiederum auf Gedichte von Georg Friedrich Daumer komponiert. Dabei wechseln Chor, Soli und Duette einander reizvoll und farbenreich ab, alles in vorbildlich zyklischer Darbietung unter der souveränen Leitung des stets motivierenden Dirigenten Thomas Seyboldt. So folgte ihm der gut aufgelegte Singkreis beim leidenschaftlichen Beginn („Verzicht, o Herz auf Rettung“), dem stimmungsvoll-zarten „Weiche Gräser im Revier“ oder der tiefdunkle „Schwarzer Wald“. Zu Daumers Gedicht „Vom Gebirge Well auf Well kommen Regengüsse, und ich gäbe dir so gern hunderttausend Küsse“ lässt BRAHMS wahre Kaskaden aus fallenden Oktaven herabstürzen. Den letzten Walzer „Nun, ihr Musen genug!“ vertonte BRAHMS nach Versen von Johann Wolfgang von Goethe. Hier ist unüberhörbar eine höhere Sphäre mit dem Musikalischen verbunden. Den stetig wiederkehrenden Wechsel von Jammer und Glück im Gemüt des Liebenden vermögen einzig die Musen zu lindern. Ein schönes Motto auch für das Leben von Johannes Brahms, dessen 175. Geburtstag mit diesem Konzert nochmals gefeiert wurde. Für den begeisterten Applaus des sehr zahlreichen Publikums im komplett ausverkauften Asamsaal bedankten sich Solisten und Chor mit mehreren Zugaben.

 
 
 
 

28. April 2007 - Stadthalle Ettlingen
G.F. Händel – „Das Alexander-Fest“

BNN 1. Mai 2007

Professionelles von Chor und Solisten

Singkreis gab Festkonzert zum 50. Geburtstag
Unterstützung von Kammerphilharmonie

Nahezu vollbesetzt war die Stadthalle beim Konzert anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Gesangvereines „Singkreis Ettlingen", der unterstützt wurde von der „Kammerphilharmonie Karlsruhe" unter der Leitung von Martina Bartsch. Professionell besetzt war das Solistenensemble mit Antonia Bourvé, Bernhard Gärtner, und Sang- Cheon Jung. Die Gesamtleitung hatte Thomas Seyboldt, in Ettlingen bekannt als Initiator der „Schubertiade".
Mit dem „Alexanderfest" des Barockmeis­ters Georg Friedrich Händel, auch „Macht der Musik" genannt, realisierte Seyboldt zum Jubiläum souverän ein großes Projekt, wobei die Anzahl der Mitwirkenden beachtlich war. Vertont wurde ein Text von John Dryden, der ein Fest von Alexander dem Großen beschreibt. Zu diesem Umfeld gehört auch die schöne, aber rachsüchtige Athenerin Thaïs, die den Herrscher zu einem Feldzug gegen die persische Hauptstadt anstiftet. Die Macht der Musik wird verkörpert durch die Gestalt des Sängers Timotheus.
Mit der hervorragend gespielten Ouvertüre leitete die Karlsruher Kammerphilharmonie das Konzert festlich ein. Das Orchester wurde 1989 gegründet, und die Mitglieder wurden ausgebildet von renommierten Künstlern, u.a. Max Rostal, Jörg-Wolfgang Jahn und Sandor Vegh. Mit großer Stimme präsentierte Bernhard Gärtner die Arie „Selig, selig, selig Paar!". Der viel gefragte Sänger absolvierte sei Musikstudium in Karlsruhe, und er unterrichtet Gesang an der Stuttgarter Musikhochschule. Temperamentvoll und stilistisch adäquat interpretierte er die Arie „Der Beifall der Krieger dröhnt wild entflammt". Viel Stimmung vermittelte der Chor bei dem Lied „Es lauscht die Schar der Sage voller Glück". Seyboldt präsentierte die Früchte der intensiven chorischen Stimmbildung. Durch ihre ausgezeichneten Höhen überzeugte die Sopranistin bei
der Arie „Vom Ruhm berauscht" das Publikum. Die aus Heidelberg stammende Sängerin war 2006 erste Preisträgerin des Kulturfonds Baden in der Wertung Operngesang. Von makelloser Reinheit war der hohe Ton „B" in der sehr schön gestalteten Arie „Thaïs geht voran". Unter der Begleitung von zwei Hörnern sang der Bass Sang-Cheon Jung mit ausdrucksvoller Stimme die Arie „Bacchus, ewig
schön und jung". Er ist Preisträger von renommierten Gesangswettbewerben, unter anderem in Athen beim „Maria Callas Grand Prix". Mit großem Temperament bot er die spannungsvolle Arie „Nimm Räch', nimm Räch'!" dar. Langanhaltend und begeistert war der Beifall nach dem gemeinsam gesungenen Finale „Leg ab Timotheus, deinen Kranz!", das mit den Worten endete „Von Gott kam ihr Gesang". ad

 
 
 
 
 

16. März 2006
Amtsblatt Ettlingen

Singkreis feiert 50-jähriges Bestehen

Das 50-jährige Bestehen in 2007 wurde bei der Jahreshauptversammlung als oberstes Ziel am Samstag vorgestellt. Der 1. Vorsitzende Erhard Schlager und die Schriftführerin Margit Klang, die man für zehn Jahre Arbeit in ihrem Amt mit einem dicken Lob belohnte, wurden für weitere zwei Jahre einstimmig wieder gewählt. Nach dem Protokollbericht von Frau Klang erinnerte Vorsitzender Schlager in seinem Rückblick noch einmal an das erfolgreich verlaufende Vereinsjahr und kündigte für das bevorstehende Jubiläumsjahr verstärkte Aktivitäten an. Der Singkreis darf am 10.3.2007 die Jahreshauptversammlung der Sängergruppe ALBTAL im Kasino ausrichten. Am 24.3. auf den Tag genau wird das 50. Gründungsfest im Rittersaal, Schloss mit Ehrungen gefeiert und am 28.4. wird die Festkantate „Das Alexanderfest“ von G.F. Händel aufgeführt. Das Fest mit befreundeten Vereinen soll am 23. und 24.6. im Kasino ausgerichtet werden. Weitere Vereinsaktivitäten wurden noch vorgestellt. Schlager dankte besonders Chorleiter Thomas Seyboldt für sein Engagement.

Der Bericht der 2. Vorsitzenden Gabi Rutschmann enthielt Lob und Dank für den zumeist guten Probebesuch der 59 Aktiven, den Fleißigsten wurde ein Präsent überreicht. Insgesamt habe man 37 Proben abgehalten und mit 7 Auftritten des Chores an kulturellen Veranstaltungen teilgenommen. Kassiererin Maria Fritsch konnte, dank Beitragserhöhung vor einem Jahr, wieder mit einem leichten Plus den Haushalt präsentieren. Die übrigen Vorstandsmitglieder stehen turnusmäßig im nächsten Jahr zur Wahl an. Abschließend erinnerte der Vorsitzende an die Sängerwerbung bei der man auch die Verjüngung des Chores im Auge behalten müsse.

 
 
 
 

4. Dezember 2004 Liebfrauenkirche Ettlingen
„Jauchzet dem Herrn“

BNN 7. 12. 2004

Viel Applaus für den Singkreis

Konzert in der Liebfrauenkirche mit Raritäten des Barock

Zu einem außergewöhnlichen Konzert hatte der Singkreis Ettlingen in die Liebfrauenkirche geladen, denn auf dem Programm standen ausschließlich Werke eines einzigen Komponisten: Johann Pachelbel. Als Organist schon zu seinen Lebzeiten (1653 bis 1706) hochberühmt, ist das Chorwerk dieses Barockmusikers doch sehr in den Hintergrund geraten.
Der Singkreis Ettlingen mit seinem Dirigenten Thomas Seyboldt schuf nun Abhilfe. Nachdem Kanon und Gigue wie eine festliche Ouvertüre das Konzert einleiteten, spiegelte die folgende Missa in C für Soli, Chor und Orchester mit ihren Wechseln von polyphonen Chorabschnitten und liedhaften, wunderschön herausgearbeiteten Soloteilen die charakteristische musikalische Pracht ihrer Entstehungszeit wider
Noch gesteigert wurde dieser Eindruck im doppelchörigen Psalm 93 „Der Herr ist König", bei dem Mitglieder der Kammerchors Ettlingen den zweiten Chor bildeten. Hier wurde das Miteinander-Wetteifern, das Konzertieren der beiden Chöre von Thomas Seyboldt eindrucksvoll durch die vielfältige Differenzierung der Chorgruppen hervorgehoben. Auf denselben Psalmtext „Der Herr ist König" folgte nun als Gegenüberstellung eine fünfstimmige solistische Motette. Im typischen Stil früher barocker geistlicher Konzerte musizierten Marcus Käppis (Oboe), Helga Seyboldt (Sopran), Sophie Sauter (Alt), Seung-Hee Park (Tenor) und Christoph Stengel (Bass) mit gestalterischer Anmut und stimmlicher Leichtigkeit.
Die Kantate „Jauchzet dem Herrn alle Welt" wiederholte dieses elementare Prinzip des Konzertierens zum Abschluss noch einmal: In den Arien der Solisten mit ihren lockeren, fließenden Koloraturen, im Chor mit seinen präzisen imitierenden Stimmeinsätzen und im Orchester, das transparent und doch klanglich präsent musizierte.
Die Zuhörer dankten mit anhaltendem Applaus für ein Konzert, das einen vergessenen Komponisten wieder in Erinnerung brachte. Robert Reuschling

 
 
 
 

28. Mai 2003 Stadthalle Ettlingen
„Madrigale & Chansons“

BNN 31. 5. 2003

Gemeinsames Konzert

Singkreis und Kammerchor überzeugten

Begleitet vom „Ensemble für Frühe Musik" mit Blockflöte, Krummhorn, Zink, Posaune und Gamben eröffnete der Ettlinger „Sing­kreis" gemeinsam mit dem „Kammerchor Ettlingen" ein Konzert in der gut besuchten Stadthalle mit einer Gruppe von Madrigalen des Nürnbergers Hans Leo Häßler (16. Jahr­hundert), zu der das bekannte „Tanzen und Springen" zählte. Der Dirigent Thomas Seyboldt sorgte dabei auf lebhafte Art für die sei­ner Zeit gemäße schlichte Singweise und bei deutlicher Aussprache für exaktes Musizieren. In der herkömmlichen Weise gaben die Instrumentalisten vier Sätze Orlando di Lasso wieder, deren kalter Perfektion entbehrende Klanglichkeit von dem Instrumentalbau des 16. und frühen 17. Jahrhundert her zu verstehen ist.
Zwei köstliche Geschichten aus dem franzö­sischen Raum jener Zeit von Pierre Certon und, Passereau gab der Kammerchor auf leichte, duftige Weise wieder. Interessant waren dann „Les Chansons des Roses" (1993), vier poeti­sche Gesänge unterschiedlichen Charakters, das 1943 geborenen Morten Lauridsen, die der Kammerchor unter seinem Leiter Ralf Keser sehr delikat und intonationssicher zu Gehör brachte. Bei gepflegter Klangkultur beein­druckte hier die große dynamische Bandbreite. Der Name Carlo Gesualdo (1560 bis 1613) steht für eine bis dahin nicht erlebte Ausdrucksstei­gerung in Verbindung mit kühnsten harmoni­schen Wendungen und hoch komplizierten Rhythmik der einzelnen Stimmen. Der Kam­merchor blieb in der Wiedergabe von vier Mad­rigalen dieses Komponisten all diesen Parame­tern gegenüber nichts schuldig.
Feine Musizierweise ließ daraufhin das Instrumental-Ensemble in zwei Canzonen, einen Ricercar, wie in Pavane und Galliarda, - zwei Tänzen gegensätzlicher Tempi und Taktarten, - italienischer Renaissance-Meister verneh­men. Den Schluss machten Thomas Seyboldt und sein Singkreis mit Madrigalen Orlando die Lassos. Waren in „O la! O che bon eco!" die Echowirkungen entzückend ausgeführt, traten zu „Herzallerliebstes Mädel" die Instrumentalisten, so wurde „Nun grüß dich Gott, mein Mündlein rot" von allen Ausführenden in be­achtlicher Klangfülle vorgetragen. Als Zugabe folgte ein heiterer italienischer Chor mit ein­schlägigem Refrain aus dem gleichen Jahrhundert.
chv

 
 
 
 

9. November 2002 Stadthalle Ettlingen
"Chorwerke und Klaviermusik aus Böhmen-Mähren-Slowakei"

BNN 12. 11. 2002

Gelungenes Konzert des Singkreises Ettlingen im Asamsaal
Musikalische Osteuropaatmosphäre


Schmissige Rhythmen und viel Singfreude des Chores

Das Jahreskonzert des Singkreis Ettlingen fand unter der Leitung seines Dirigenten Tho­mas Seyboldt im vollbesetzten Asamsaal mit Chorwerken und Klaviermusik aus Böhmen, Mähren und der Slowakei statt. Die Zuhörer. erlebten einen stimmigen Konzertabend, ge­tragen vom engagiert und kultiviert singen­den Chor. Die zentrale Komponistenpersön­lichkeit des Abends war Anton Dvorak, au­ßerdem erklangen Werke von Bela Bartok, Petr Eben und Karel Husa.
Den Rahmen in der gelungenen Programm­zusammenstellung bildeten Dvoráks „Sechs Klänge aus Mähren" in der Fassung für ge­mischten Chor und Klavier von Leos Janacek. Schon im ersten Stück „Die Trennung" ver­mittelte sich dem Zuhörer die Singfreude des Chores, gepaart mit einer sehr differenzierten Textausdeutung. Lebendiger Klang und eine große dynamische Bandbreite zeichneten auch die übrigen „Klänge aus Mähren" aus. Arnold Gehring bestach als Begleiter des Cho­res am Flügel mit klangvollem und präzisem. Spiel. Eine ausgewogene Balance und ge­schmackvolle Vor- und Nachspiele in viel­farbiger Charakterzeichnung bildeten die ideale Grundlage für den Chorgesang nicht nur in Dvoráks „Klängen aus Mähren", son­dern auch in Bartoks „Slowakischen Volkslie­dern" sowie in den „Poetischen Duetten" von Petr Eben, einem zeitgenössischen Kompo­nisten.
Aus Ebens kleinem Zyklus trug der Sing­kreis eine Auswahl von fünf Stücken vor, diesmal aufgelockert durch wechselnde Be­setzung. Sehr klangschön und originell in sei­nem Rhythmus wurde der Kinderreim „Ein­mal, zweimal, dreimal" vom ganzen Chor vor­getragen. Das anschließende Wiegenlied gestalteten - ganz rollenspezifisch - lieblich und fein die Frauen, während die Männer beim Fi­scherlied in kräftigem Ton Seemannsluft at­men ließen.
Bei den „Vier slowakischen Volksliedern" von Bela Bartok, die in ihrer modal gefärbten und teils dissonanzreichen Tonsprache erheb­liche Anforderungen an einen Laienchor stel­len, brillierte der Chor in den beiden Tanzlie­dern mit seinem motivierten und lebendigen Vortrag. Der Tenor bestach mit leuchtendem Klang bei der Soloeinleitung zum „Tanzlied aus Medzibrod" mit seinen schmissigen Rhythmen. Lediglich im Eingangstück „Hochzeitlied aus Poniki" zeugten leichte In­tonationstrübungen im Sopran von der Schwierigkeit in der Ausführung dieser an­spruchsvollen Musik.
Nach der Pause sang der Singkreis vier A-cappella-Sätze aus Dvoráks Zyklus „In der Natur". Der Beginn mit dem im piano wenig tragfähig gesungenen „Es zog manch Lied" war noch nicht ganz gelungen. Ganz entzückend dargeboten wurde aber die „Birke am grünen Bergeshang".
In der Programmfolge schufen zwischen den Chorteilen vierhändige Klavierstücke (zwei „Slawische Tänze" von Dvorak und vier „Böhmische Duette" des noch lebenden Karel Husa) Auflockerung und Abwechslung. Dabei wurde hörbar, dass Seyboldt nicht nur seinen Chor kultiviert führt, sondern auch am Flügel glänzt. Zusammen mit Gehring erfreute er mit ausgefeiltem und feinsinnigem Spiel voll Schwung und Musizierfreude.
Alles in allem ein sehr gelungenes, heiteres Konzert, das vom Publikum mit großem Ap­plaus aufgenommen wurde, für den sich der Chor mit zwei Zugaben bedankte.
Markus Zepp

 
 
 
 

8. Mai 1999 Stadthalle Ettlingen
„Jahr und Natur“

BNN 11. 5. 1999

„Hörvergnügen beim Singkreis“

Frühjahrskonzert in der Stadthalle bot Anspruchsvolles

Zu einem Ohrenschmaus für alle Liebhaber choraler Gesangsdarbietungen nebst instrumentaler Begleitung wurde das Konzert des .Singkreises Ettlingen in der Stadthalle. Für das Chorkonzert hatte man ausschließlich Stücke gewählt, die sich inhaltlich dem Titelthema „Jahr und Natur" widmeten, Sopranistin Irene Naegelin, Tenor Peter Ribnitzky und Bariton Bernhard Jaeger setzten dementsprechend, unterstützt vom Gesamtchor des Singkreises Ettlingen, die Texte stimmlich und stimmig um. Musikalisch flankiert wurden die Gastgeber durch das 14köpfige Instrumentalensemble der Musikschule Ettlingen.
Den ersten Teil des Chorkonzerts bildete ein textlicher wie kompositorischer Streifzug über die vier Perioden eines jeden Jahres. Der Aktualität des Kalenders entsprechend bildete Ernst Kutzers „Maienkantate op. 16 nach Volksliedern" den Auftakt mit der Botschaft „wen diese Zeit nicht zwingt zur Freud, taugt nicht in d' Welt".
Die Sommerlaunen hielten Gerhard Grimpe und Cesar Bresgen im gemeinsamen Stück „Sommerruf und Kanon" ebenso fest wie Hugo Distler in
seinem anschließend präsentierten „Wanderlied". „Herzlich tut mich erfreuen" stellte bereits im 17. Jahrhundert Michael Praetorius bezüglich der „fröhlich Sommerzeit" fest. Melchior Francks „Kommt, ihr G'spielen" rundete die musikalisch-chorale Aufbereitung der Sonnenmonate schließlich ab.
Dem Werk des 1975 verstorbenen Künstlers Heinz Lau zollte der Singkreis Ettlingen durch die Darbietung dessen „Dies ist ein Herbsttag" Tribut, ehe Kurt Sydows „Blaset die Hörner" den Herbst als Hochsaison der Jagd umschrieb.
„Schlag noch einmal die Bogen um mich, du grünes Zelt" formulierte Felix Mendelssohn-Bartholdy in seinem „Abschied vom Walde" flehend, ehe der ausklingende Herbst dem nun unausweichlich anstehenden und in der Folge thematisierten Winter weichen musste. Auf Joseph Haydns Terzett aus „Die Schöpfung", untertitelt mit „In holder Armut stehn, mit jungem Grün geschmückt" folgte die rund zweistündige Performance von Chor und Instrumentalensemble abschließend der „Sonnenhymnus". Stefan Lay

 
 
 

 

29. März 1998 Liebfrauenkirche Ettlingen

BNN 31. 3. 1998

Vier Ettlinger Chöre gaben gemeinsames Konzert

Anspruchsvolles Programm für ein facettenreiches Erlebnis
Singkreis gestaltete mit Bach-Musik erhabene Eröffnung

Geistlicher Literatur gewidmet war ein Konzert in der Ettlinger Liebfrauenkirche. Konzipiert und arrangiert vom Kulturamt der Stadt, traten erstmals vier Ettlinger Chöre gemeinsam auf und ließen den Abend zu einem ergreifenden und facettenreichen Erlebnis werden. Auf dem anspruchsvollen Programm mit seinem reizvollen Spannungsbogen standen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Charles Gounod.
Eröffnet wurde das Konzert erhaben durch das „Präludium G-Dur" von Bach mit Peter-Rene Steiner an der Orgel, der darüber hinaus auch noch „Wie schön leuchtet der Morgenstern" von Max Reger, Rheinbergers „Intermezzo" der „Sonate, op. 98" oder auch die jazzig anmutende Eigenkomposition „Sometimes I feel" vortrug.
Unter der Leitung von Thomas Seyboldt, im übrigen auch Initiator der Schubertiade, stimmte der fast 50-köpfige gemischte Singkreis den Chorahlen Reigen des Abends mit Fischers „Magnificat longius", Alma Redemptoris Mater" und „Laudate Dominum" an. Er wurde begleitet von den Instrumentalisten David Göller und Wolfgang Niebling (Violine), Sebastian Rentsch (Cello) und dem Bruchsaler Kantor Leo Langer an der Orgel. Außerdem sangen Sopranistin Alexandra Klotz, Altistin Martina Kappler und Tenor Peter Ribnitzky. Solistisch präsentierten sich beim „O salutaris Hostia" Meike und Irmgard Schlager, Miriam Knaus sowie Gabi Rutschmann, allesamt Mitglieder des Sinkgreises.
Aus der „Deutschen Messe" von Franz Schubert intonierten die über 35 Sängerinnen und Sänger des Schluttenbacher Gesangvereins Sängerkranz 1889 „Wohin soll ich mich wenden", „Ehre sei Gott in der Höhe" und „Heilig, heilig, heilig" unter der Leitung von Michael Ohlhäuser. Bemerkenswert ist, dass das Ensemble zu den wenigen Chören gehört, das sich als Nichtkirchenchor dem Kirchendienst widmet und geistliche Werke im Repertoire führt.
Mit zeitgenössischen amerikanisierten Gospels wie „I want to go to heaven", „Jacobs Ladder" und „Höre mein Rufen" überzeugten die 15 Sängerinnen und 15 Sänger des Schöllbronner Gesangvereins Sängerbund mit Dirigent Peter Laskowski musikalisch.
Den Abschluss des gelungenen und bewegenden Konzertabends bildeten Johannes Brahms' „Rhapsodie, op. 53" und das „Periti autem" von Felix Mendelssohn- Bartholdy mit dem von Sonja Reinsfelder geleiteten Männerchor des Gesangvereins Germania Spessart und einer einfühlsam getragenen und alles überragenden Altstimme von Barbara Osterloh. WAR